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Veröffentlichung in der Heilbronner Stimme am 12.11.2003:

Alte Hasen wollen weiterhin gefragt werden
Von Stephanie Günzler

Der Heilbronner Arbeitskreis Unternehmensberatung - das sind 22 pensionierte Führungskräfte, die ihr geballtes Fachwissen an junge Unternehmer weitergeben. Einer von ihnen geht jetzt in den zweiten Ruhestand: Hans Rodepeter (69) gibt die Leitung des Arbeitskreises weiter an einen Jüngeren.

Nach acht Jahren zieht der Gründer der etwas anderen Unternehmensberatung eine sehr positive Bilanz: "Junge Existenzgründer beraten, kleinen Betrieben bei der Kostenrechnung helfen - das macht Freude." Darum arbeitet Rodepeter - ehemaliger Werkleiter der Solvay GmbH Bad Wimpfen - auch weiterhin mit im Kreis der 22 Wirtschaftsweisen.

Doch er will auch realistisch sein: "Wenn die Haare weißer werden, kommt man nicht mehr so gut an bei den Jungunternehmern", das hat er im Lauf der Jahre schon mitbekommen. Darum soll nun Hans-Werner Reimold (62) seinen Job übernehmen. Der ehemalige Geschäftsführer eines Autozulieferers tut das gern.

Denn in einem sind sich die beiden früheren Führungskräfte einig: " Wenn man in Rente geht, vor allem aus einer verantwortungsvollen Position, dann fällt man in ein Loch. Da ist es schön, wenn man doch noch gefragt wird."

Wie er ein kleines IT-Unternehmen als Lieferanten an eine große Automobilfirma vermittelt hat, daran erinnert sich Hans Rodepeter besonders gerne. Oder wie er in einem Betrieb die Nachfolge vom Vater auf den Sohn geregelt hat, "das war eine interessante Sache". Aber auch Fälle, in denen er jungen Leuten von einer hoffnungslosen Existenzgründung abgeraten hat, sieht er als Erfolg. "Die habe ich vor einem Schuldenberg bewahrt."

Hans-Werner Reimold hofft für die Zukunft auf noch mehr Anfragen von "kleinen und höchstens mittelständischen Unternehmen". Er selbst hat derzeit zwar genug zu tun, aber die Gruppe hat noch Kapazität. Fachleute aus allen Bereichen, von der juristischen Beratung bis zur Vertriebslogistik und zur Werbung, halten ihr Wissen bereit.

Info: Für die Beratungsstunde verlangen die Unternehmer-Senioren 25 Euro. Die fließen allerdings nicht in die eigene Tasche, sondern vollständig in den Heilbronner Verein Senioren für Andere, zu dem der Arbeitskreis gehört. Kontakt: Seniorenbüro Heilbronn, Telefon: 07131 / 962831, Internet: www.senioren-fuer-andere.de




Veröffentlichung in der Heilbronner Stimme am 25.07.2005:

Ihr Wissen ist schon seit zehn Jahren gefragt
Von Heiko Fritze

Vom Existenzgründer bis zum altehrwürdigen Familienunternehmen war schon alles vertreten: 30 Ruheständler, die einst als Selbstständige oder leitende Angestellte tätig waren, stehen seit mittlerweile zehn Jahren Hilfesuchenden beratend zur Seite.



Hans Rodepeter hat den Beraterkreis Heilbronn vor zehn Jahren begründet.  
Geleitet wird er nun von Hans-Werner Reimold (rechts).  


(Archivfoto: Ulrike Kugler)  





Eine illustre Runde hat sich da zusammengefunden: der ehemalige kaufmännische Werkleiter neben dem emeritierten Hochschulprofessor, der Betriebsarzt im Ruhestand neben dem einstigen Geschäftsführer. Was vor zehn Jahren als kleine Gruppe mit vier Mitgliedern begann, ist zu einem Kreis von 30 Senioren angewachsen, die ihren Nachfolgern im Geschäftsleben zur Seite stehen wollen.

"Beraterkreis Heilbronn", nennt sich die Gruppe seit Jahresanfang, zuvor firmierte sie als "Arbeitskreis Unternehmensberatung". Angesiedelt sind die Leitenden im Ruhestand beim Seniorenbüro Heilbronn, wenn auch viele aus dem Umkreis der Käthchenstadt kommen - vom Zabergäu über Bad Rappenau bis Hohenlohe.

Hans Rodepeter hat vor ziemlich genau zehn Jahren den Anstoß gegeben. "Als mein Ruhestand bevorstand, habe ich Kontakt zum Senior Experten Service aufgenommen", erzählt er. "So etwas könnte man doch regional einrichten, habe ich mir gedacht." Rasch kam er mit dem Verein "Senioren für andere" in Kontakt, und der 19. Juli wurde zum Geburtsdatum der Gruppe: Rodepeter scharte drei Gleichgesinnte um sich und begann mit der Kontaktaufnahme zu Unternehmen und Existenzgründern. "Wir wollen kleinen Firmen Rat geben, die sich einen Unternehmensberater normalerweise nicht leisten können", lautet die Zielsetzung der Senioren. Denn Konkurrenz zu den etablierten Anbietern wollen sie nicht sein - Rechts- und Steuerberatung ist bei ihnen daher auch tabu.

Aber auch so haben sie genug zu tun. Da werden Arbeitsabläufe optimiert, Marketingmaßnahmen entworfen, Firmen in Umsatzflaute oder hoher Verschuldung beraten und Existenzgründer auf Herz und Nieren geprüft. "Manchmal erlebt man Leute, denen kann man nur abraten, sich selbstständig zu machen", erzählt Hans-Werner Reimold. Er hat vor zwei Jahren die Leitung der Gruppe von Rodepeter übernommen. Manchmal hat sich aus der Beratung aber auch ein langjähriges Vertrauensverhältnis entwickelt - in einem Fall hält der Kontakt jetzt schon sechs Jahre.

An die 6000 Beratungsstunden sind auf diese Weise in den zehn Jahren zusammen gekommen. Besonders viel waren's in den ersten Jahren, als auch noch die Existenzgründungen - nicht nur wegen des Neuen Markts - boomten. "Heute sind die Banken viel zurückhaltender, ohne Geschäftsplan gibt's kein Geld", sagt Rodepeter.

Trotz ihres Alters - der Älteste ist 76 - sind die Mitglieder des Beraterkreises noch weitgehend auf dem Laufenden. "Wir halten uns fit, gerade bei Themen wie Basel II", berichten sie. Nur in Hightech-Fragen wird es mit der Zeit schwierig, räumt Gründungsmitglied Bernhard Meder ein: "Da hat sich in den zehn Jahren doch viel getan."




Veröffentlichung in der Heilbronner Stimme am 25.8.2009:


Im Unruhestand helfen sie ehrenamtlich Firmen
Führungswechsel beim Beraterkreis: Hans-Werner Reimold übergibt an Dieter Niklasch

Von Manfred Stockburger





Dieter Niklasch (links) hat die Führung des Beraterkreises von Hans-Werner Reimold übernommen.  

Foto: Manfred Stockburger  





Heilbronn - "Wie können wir den Laden retten?" Das ist die Frage, die Hans-Werner Reimold und Dieter Niklasch zurzeit häufig umtreibt, "In einigen Fällen ist es uns gelungen", sagt Reimold nicht ohne Stolz. Die Krise hat dem Beraterkreis Heilbronn in den vergangenen Monaten mehr Nachfrage beschert. "Auch hochkarätige." Das liegt quasi in der Natur der Sache, geben die ehemaliger Manager ihr Wissen ehrenamtlich an die nächste Generation weiter. Etwa 20 Mitstreiter haben Reimold und Niklasch im Beraterkreis, der zum Heilbronner Verein Senioren für Andere gehört.

Erfahrung Sie alle verfügen über "lange Lebens- und Berufserfahrung gepaart mit absoluter Kundenorientierung", erklärt Reimold. Und da kein Verwaltungsapparat erforderlich ist, könne der Verein rasch und unbürokratisch auf Anfragen reagieren. "Strenge Vertraulichkeit ist selbstverständlich", betont der Berater aus Talheim.

Von einer angepassten Kostenrechnung über die Frage, ob sich durch eine Verhaltensänderung bei den Führungskräften das Betriebsklima spürbar verbessern ließe, oder der externen Unterstützung bei der Nachfolgeregelung reichen die Themen. "Aus mancher Beratung hat sich inzwischen ein langjähriges Vertrauensverhältnis entwickelt", sagt Reimold. Neu hinzugekommen sind die Patenschaften, die die Mitglieder der Gruppe für Existenzgründer in der Heilbronner Innovationsfabrik übernehmen.

Ehrenamt Nach sechs Jahren hat Reimold die Organisationsarbeit an der Spitze des Kreises jetzt an Niklasch übergeben, damit er mehr Zeit für die Familie, Klavier und Saxofon und seine anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten hat. Als Berater bleibt der frühere Geschäftsführer der Bretzfelder Firma Präschu dem Kreis aber erhalten. Schließlich wird dort auch die "soziale Komponente" gepflegt.

Dieter Niklasch bringt fast vier Jahrzehnte Erfahrung mit Abläufen und technischen Prozessen mit - und jede Menge Konzernerfahrung. Vor seinem Eintritt in den Beraterkreis war er in der Großindustrie tätig - auch das ist für viele kleinere Unternehmen in der Region nützlich, die als Zulieferer für Industriekonzerne arbeiten. "Wir haben Zeit - und wir nehmen sie uns", sagt der Neu-Heilbronner, der lange im Weinsberger Tal gelebt hat. Schließlich ist das Ruheständlerleben weniger hektisch als das vieler aktiver Unternehmensberater.

Begonnen hat die Geschichte des Beraterkreises übrigens, als Johannes Rodepeter aus Bad Wimpfen 1995 mit drei Gleichgesinnten den "Arbeitskreis Unternehmensberatung" gründete.

Info Die Berater arbeiten ehrenamtlich. Für die Beratungsstunde erbitten sie eine Gebühr in Höhe von z. Z. 40 Euro, die vollständig dem Heilbronner Verein Senioren für Andere zugute kommt. Für Existenzgründer ist die Beratung ggf. kostenlos. Kontakt: per E-Mail an info@beraterkreis-hn.de, oder Telefon 07131 / 962831.